VERWENDUNGSMÖGLICHKEITEN FÜR PANORAMEN

Panoramen klassisch entwickeln oder modern drucken lassen. Hier findet ihr eine kleine Übersicht aller Möglichkeiten und was es dabei zu beachten gilt.

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Informationen in kürze:

Panoramen besitzen einen ganz eigenen Zauber. Durch ihr großes Format erlauben sie vollkommen andere Einblicke als herkömmliche Fotos. Leider erleiden sie aber in der Regel genau das gleiche Schicksal wie ihre gewöhnlichen Verwandten und fristen ein ungesehenes Dasein in irgendeinem Ordner auf der Festplatte. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Besitzer eben gerade wegen des speziellen Formats häufig nicht wissen, was sie mit ihnen anfangen sollen.

Dabei gibt es viele kreative Möglichkeiten, großformatige Panoramen in besonders ansprechender Weise zu präsentieren. Damit deine Panoramen also nicht wie so viele andere in Vergessenheit geraten, erfährst du im Folgenden, welche unterschiedlichen Möglichkeiten es gibt und worauf du bei der Umsetzung achten solltest.

Was musst du beachten, wenn du dein Panorama entwickeln bzw. drucken möchtest?

Professionell gedruckt oder entwickelt wird dein Panorama zu einem aufsehenerregenden und greifbaren Erlebnis. Denn schließlich kannst du dein Panorama nicht nur auf herkömmlichem Fotopapier verewigen, sondern auch auf Leinwänden, Tassen oder anderen Gegenständen. Besonders wirkungsvoll und kreativ wirkt ein Panorama zudem als zierendes Wandtattoo oder auf einer beleuchteten Glasplatte. Damit dein Panorama jedoch optimal auf dem gewählten Medium zur Geltung kommt, solltest du einige Dinge beachten, bevor du dein Meisterwerk in den Druck oder zur Entwicklung gibst.

Bevor du dein Meisterwerk in den Druck oder zur Entwicklung gibst, sollte dein Panorama alle Anforderungen erfüllen, die für ein optimales Druckergebnis wichtig sind. Hierzu gehört neben der Auflösung und dem Seitenverhältnis auch das Dateiformat. Fortgeschrittene und Profis sollten zudem immer ein Auge auf den verwendeten Farbraum werfen. Wie sich diese einzelnen Aspekte auf das Druckergebnis auswirken und wie du typische Anfängerfehler vermeidest, erfährst du in den folgenden Absätzen.

Auflösung

Die Auflösung gibt an, wie detailgenau dein Panorama ist. Beim Druck bzw. der Entwicklung kommt ihr daher eine entscheidende Rolle zu, denn Sie bestimmt die maximal mögliche Größe und Schärfe des Ausdrucks. Für den Druck wird die Auflösung normalerweise in DPI (Dots Per Inch) angegeben. Dieser Wert besagt, aus wie vielen Bildpunkten pro Zoll (1 Zoll = 2,54 cm) das Foto besteht. Da ein digitales Bild aus einer festen Anzahl von Bildpunkten aufgebaut ist, steht dieser Wert im direkten Verhältnis zur gewählten Bild- bzw. Druckgröße und begrenzt diese nach oben. Aber welche Auflösung sollte dein Panorama nun haben, damit du einen optimalen Ausdruck erhältst? Pauschal wird hier häufig eine Auflösung von 150 dpi (= 60 Pixel pro cm) angegeben. Ganz so einfach ist es aber leider nicht, denn die benötigte Druckauflösung steht auch im direkten Zusammenhang zum gewünschten Betrachtungsabstand. Die folgenden Werte kannst du daher als grobe Orientierungshilfe nutzen:

– Betrachtungsabstand 30 cm = mindestens 300 dpi
– Betrachtungsabstand 1 m = mindestens 100 dpi
– Betrachtungsabstand 2 m bis 5 m = mindestens 50 dpi
– Betrachtungsabstand 5 m und mehr = mindestens 20 dpi

Format und Seitenverhältnis

Das Format oder besser gesagt das Seitenverhältnis eines Panoramas unterscheidet sich in der Regel deutlich von dem eines herkömmlichen Fotos. Das Seitenverhältnis bezeichnet dabei das Verhältnis der Breite des Bildes zu seiner Höhe (ein Quadrat hat das Seitenverhältnis 1:1). Während herkömmliche Fotos in der Regel das Seitenverhältnis 3:2 (Kleinbildformat) oder 4:3 (Four-Thirds-Format sowie die Fotos der meisten digitalen Kompaktkameras) besitzen, definieren sich Panoramen durch eine besonders große Breite und eine geringe Höhe. Sie beginnen daher normalerweise bei einem Seitenverhältnis von 16:9 oder größer. Beim Druck bzw. der Entwicklung deines Panoramas musst du darauf achten, dass das gewählte Druckformat mit dem Seitenverhältnis deines Panoramas übereinstimmt, da ansonsten Bildteile verloren gehen können oder das fertig gedruckte Panorama ober- und unterhalb des Motivs weiße Balken aufweist.

Dateiformat

Besonders wenn du dein Panorama vor dem Druck noch bearbeiten musst oder möchtest, ist es wichtig, es im richtigen Dateiformat abzuspeichern. Normalerweise nehmen Kameras nämlich im verlustbehafteten JPEG-Format auf. Dieses hält zwar die Dateigröße klein, lässt dafür aber auch viele Bildinformationen einfach verschwinden. Veränderst du nun etwas an dem Bild und speicherst es danach wieder im JPEG-Format ab, gehen erneut Bildinformationen verloren. Nach dem Bearbeiten solltest du daher auf jeden Fall ein verlustfreies Format wählen wie beispielsweise TIFF oder PSD.

Für Fortgeschrittene und Profis: Der Farbraum

Wenn du dir die Seiten von Online-Druckdiensten ansiehst, werden dir häufig zwei Abkürzungen über den Weg laufen: RGB und CMYK. Diese Abkürzungen bezeichnen unterschiedliche Farbräume und damit auch die Anzahl der möglichen, darstellbaren Farben. Digitalfotos direkt aus der Kamera sind in der Regel im RGB-Farbraum angelegt. Professionelle Druckmaschinen arbeiten aber im CMYK-Farbraum, der deutlich weniger Farben darstellen kann. Dein Panorama muss vor dem Druck daher entweder vom Druckdienst oder von dir selbst mithilfe einer Bildbearbeitungssoftware vom RGB- in den CMYK-Farbraum konvertiert werden. Dies kann allerdings zu starken Farbabweichungen führen, die zustande kommen, wenn beispielsweise eine bestimmte Farbe aus dem RGB-Farbraum gedruckt werden soll, die im CMYK-Farbraum nicht dargestellt werden kann. Online und offline Druckdienste bieten daher sogenannte ICC-Profile (Farbprofile) ihrer Drucker und Druckmedien an, mit denen du innerhalb einer professionellen Bildbearbeitungssoftware ein sogenanntes “Softproof” durchführen kannst. Auf diese Weise kannst du das Druckergebnis bereits im Vorfeld auf deinem Monitor simulieren und eventuell nötige Farbanpassungen vornehmen, um ein optimales Druckergebnis zu erhalten. Diese Möglichkeit ist allerdings in erster Linie etwas für fortgeschrittene und Profis, da für ihre Durchführung ein kalibrierter Bildschirm und einiges an Fachkenntnis von Nöten sind. Als Anfänger solltest du dir daher lieber im Voraus einen Testdruck im kleinen Format anfertigen lassen oder dein Panorama in die Entwicklung geben, da hier in der Regel im größeren RGB-Farbraum ausbelichtet wird und dein Panorama daher nicht konvertiert werden muss.

 

Welche Möglichkeiten des Panoramadrucks bzw. der Panoramaentwicklung gibt es?

Nachdem du nun weißt, auf welche Aspekte du im Allgemeinen beim Druck bzw. der Entwicklung deines Panoramas achten musst, ist es an der Zeit, einige kreative Gestaltungsmöglichkeiten kennenzulernen. Der moderne Digitaldruck ermöglicht es dir heutzutage, dein Panorama auf einer Vielzahl unterschiedlicher Materialien zu drucken. Nachfolgend erhältst du einen Überblick der gängigen Möglichkeiten und ihrer speziellen Anforderungen.

kleiner portabler Tintenstrahldrucker druckt Foto

© alho007/Fotolia.com. Kleiner portabler Tintenstrahldrucker druckt Foto.

Der Druck auf Fotopapier

Die bekannteste und immer noch gebräuchlichste Art ein Foto und damit auch ein Panorama herzustellen, ist nach wie vor der Druck bzw. die Entwicklung auf Fotopapier. Da ein Foto in der Regel ein relativ kleines Format besitzt und auch der Betrachtungsabstand sehr gering ist, musst du hier besonders darauf achten, dass die Auflösung deines Panoramas mindestens 300 dpi beträgt. Darüber hinaus sollte dir bewusst sein, dass trotz hoher Auflösung viele Details und auch ein großer Teil der Wirkung deines Panoramas aufgrund der geringen Größe des Mediums verloren gehen werden. Als ausgefallene Ansichts- oder Erinnerungskarten sind Panoramen auf Fotopapier aber dennoch nicht zu verachten.

Poster

Auf einem großformatigen Poster kann dein Panorama seine Wirkung voll und ganz entfalten. Die Auflösung deines Panoramas sollte auch hier relativ hoch liegen und mindestens 150 dpi betragen, um eine optimale Schärfe zu gewährleisten. Ein Poster, das an der Wand hängt, wird zwar selten aus der gleichen Nähe betrachtet, wie ein kleines Foto, dennoch würde es bei einer niedrigeren Auflösung gerade in kleineren Räumen schnell unscharf wirken. Zudem ist es ein besonderes Erlebnis, beim langsamen Näherkommen immer neue Details auf dem Panorama zu entdecken.

Leinwand

Wenn dir ein Poster zu alltäglich ist, kannst du dein Panorama auch auf eine edle Leinwand mit Keilrahmen drucken lassen. Diese Möglichkeit eignet sich auch ideal für Panoramen mit einer niedrigen Auflösung, da die raue Oberfläche der Leinwand bereits gute Ausdrucke ab 100 dpi ermöglicht. So kannst du auch kleinere Panoramen in großem Format präsentieren, die auf einem hochauflösenden Poster schnell unscharf aussehen würden. Bei Onlinebestellungen solltest du aber bedenken, dass Leinwände in der Regel fertig bespannt geliefert werden und du daher bei sehr großen Formaten auch entsprechende Versandkosten zahlen musst.

Panoramadruck auf Gegenständen

Panoramen gehören aber nicht zwangsweise nur an die Wand. Auch auf Tassen, Schüsseln oder als Foto-Puzzle machen deine Panoramen eine gute Figur und können wunderbar verschenkt werden.

Kreative Umsetzungsideen für deine besonderen Panoramen

All diese Möglichkeiten sind dir zu langweilig oder einfach zu gewöhnlich? Keine Sorge, es gibt heutzutage noch viele weitere kreative Gestaltungsmöglichkeiten für deine Panoramen. Hier eine kleine Auswahl:

– Wandtattoos und Foto-Tapeten
– beleuchtete Glasplatten
– Direktdruck auf Aluminium

Wandtattoos und Foto-Tapeten
Wenn ein simples Poster der Monumentalität deines Panoramas einfach nicht gerecht wird oder du es direkt in deinen Wohnraum integrieren möchtest, dann solltest du es am besten als Wandtattoo oder Foto-Tapete drucken lassen. Im Vergleich zur Foto-Tapete lassen sich Wandtattoos auf jeder glatten Oberfläche anbringen, wodurch du mit ihnen beispielsweise auch Glasscheiben oder Türen bekleben kannst. Dabei braucht dein Panorama nicht einmal besonders hoch aufgelöst zu sein, denn die Mindestauflösung für ein gutes Druckbild liegt gerade einmal bei 25 dpi. Als Faustformel kannst du daher mit 1.000 Pixeln pro 100 cm rechnen. Wenn dir das zu kompliziert ist, kannst du die mindestens benötigte Bildauflösung der unterschiedlichen Tapetenmasse aber auch einfach aus der folgenden Übersicht entnehmen:
– 120 x 170 cm = mindestens 4 Megapixel
– 150 x 250 cm = mindestens 6 Megapixel
– 200 x 310 cm = mindestens 8 Megapixel
– 250 x 410 cm = mindestens 10 Megapixel
– 300 x 500 cm = mindestens 12 Megapixel

Beleuchtete Glasplatten
Suchst du dagegen eine stylishe Möglichkeit, dein Panorama mit dem Gewissen etwas aufzupeppen, dann ist vielleicht eine beleuchtete Glasplatte eher nach deinem Geschmack. Besonders gut zur Geltung kommen auf diese Weise Panoramen, die starke Kontraste zwischen hellen und dunklen Bereichen aufweisen, wie beispielsweise nächtliche Skyline-Aufnahmen. Durch eine beleuchtete Glasplatte erhältst du somit nicht nur ein zierendes Panorama für deine Wand, sondern gleichzeitig auch eine stimmungsvolle Ambiente-Beleuchtung für dein Schlaf- oder Wohnzimmer. Das Licht sorgt allerdings auch dafür, dass jegliche Bildfehler stärker hervorgehoben werden, weswegen dein Panorama für den Druck mindestens 150 dpi aufweisen sollte, um nicht zu einem unscharfen Farbfleck zu verkommen.

Druck auf Aluminium
Möchtest du dein Panorama nicht nur im Zimmer betrachten, sondern als Deko-Element für deine Hauswand oder deinen Garten verwenden, dann ist der Druck auf Aluminium die perfekte Wahl. Bei dieser Technik wird dein Panorama direkt mit UV-Lack auf die Aluminiumplatte gedruckt und ist dadurch sicher vor Sonne, Wind und Feuchtigkeit geschützt. Durch den in der Regel größeren Betrachtungsabstand im Außenbereich genügt für den Druck auf Aluminium in der Regel schon eine Auflösung von 25 bis 50 dpi.

 

Welche Software benötigst du für den Panoramadruck?

Die Begriffe Auflösung, Bildgröße und Seitenverhältnis sowie ihre Bedeutung für den Druck bzw. die Entwicklung von Panoramen sind dir ja mittlerweile ein Begriff. Aber wahrscheinlich stellst du dir nun die Frage, wie du dein Panorama für das gewählte Druckformat optimal vorbereiten kannst und welche Software du dafür gegebenenfalls benötigst. Viele Online-Druckdienste machen es dir hier besonders leicht und stellen eigene Software zur Verfügung, die du meistens direkt im Browser verwenden kannst. Mit dieser Software kannst du dein Panorama in der Regel leicht auf die geforderten Maße Zuschneiden und das Seitenverhältnis überprüfen. Häufig wirst du auch gewarnt, wenn die Auflösung deines Panoramas für die gewünschte Druckgröße nicht ausreichend ist.

Möchtest du darüber hinaus leichte Retuschen oder Farbkorrekturen an deinem Panorama vornehmen, brauchst du allerdings meistens spezielle Software, die du kostenlos im Internet finden kannst. Für einfache Aufgaben genügen hierfür beispielsweise die integrierten Bearbeitungsfunktionen eines guten Bildbetrachters wie Picasa. Für umfangreichere Retuschen oder die Durchführung eines Softproofs, musst du allerdings auf eine professionelle Bildbearbeitungssoftware wie GIMP (kostenlos) oder Photoshop zurückgreifen.

 

Panoramen digital verwenden

IOs und Android bieten beide verschiedene Möglichkeiten der Panoramaverwendung. Auf dem iPhone und iPad bietet Apple dir die Möglichkeit der Parallaxen Hintergründe, bei der das Bild in alle Richtungen 200 Pixel größer sein muss als die Auflösung des Bildschirms. Hast du ein solches Hintergrundbild eingestellt, bewegt sich das Bild leicht in alle Richtungen, wenn du dein Telefon schwenkst. Möchtest du dein Panorama als Parallaxes Hintergrundbild verwenden, wählst du es einfach wie jedes andere Hintergrundbild in den “Einstellungen” unter “Hintergründe & Helligkeit” aus.

Die Launcher der meisten Android-Smartphones bieten dir dagegen die Möglichkeit, dein Panorama als interaktives Hintergrundbild auf den Homescreen zu setzen. Dieses bewegt sich dann automatisch mit, wenn du die einzelnen Seiten durchblätterst. Um dein Panorama auf diese Weise zu verwenden, gehst du am besten wie folgt vor:

1. Halte den Finger auf eine freie Stelle des Homescreens.
2. Sobald das Menü erscheint, wählst du “Hintergründe”.
3. Drücke auf “Gallerie” und wähle dein Panorama aus.
4. Anschließend kannst du mithilfe der Orangen Rechtecke den gewünschten Ausschnitt wählen.
5. Drücke auf “Ok”.

 

Panoramen als Header in sozialen Netzwerken verwenden

Möchtest du deine Panoramen darüber hinaus nicht nur für dich persönlich auf dem Handy verwenden, sondern lieber der ganzen Welt zeigen, dann eignen sie sich auch ideal als Header-Grafiken für dein Profil in vielen sozialen Netzwerken. Damit deine Panoramen auf diesen Plattformen optimal zur Geltung kommen und überhaupt verwendet werden können, musst du ihre Größe allerdings vorher mithilfe eines Bildbearbeitungsprogramms an die jeweiligen Anforderungen der Plattformen anpassen. Diese sind:

– Twitter: empfohlen 1.500 x 500 Pixel
– Facebook: 851 x 315 Pixel
– Google+: 1080 x 608 Pixel
– Youtube: 2560 x 1440 Pixel

 

Nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für deine Panoramen

Wie du siehst, gibt es nahezu unzählige Möglichkeiten, wie du deine Panoramen verwenden kannst. Auch wenn bei den genannten Vorschlägen vielleicht nicht das Passende für dich dabei war, dienen sie dir möglicherweise als Anregung und inspirieren dich zu vollkommen neuen und kreativen Ideen. Denn im Endeffekt ist nur eines wichtig: Deine Panoramen verdienen es, gesehen zu werden!